Presseberichte
Mit Zwergen zu Riesengedächtnis
- Artikel vom:
- 25.10.2011
- Quelle:
- Südkurier
- Kategorie:
- Presseberichte 2011
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Mit Zwergen zu Riesengedächtnis
Donaueschingen – Dass sich ein Gehirn mit ein paar Tricks viel mehr merken kann als man gemeinhin annimmt, zeigte gestern der „Gedächtnis-Weltmeister“ Gregor Staub an den Kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Schulen (KHS). Staub war vom Vorsitzenden des KHS-Kollegs, Heinz Baumgartner, und dem stellvertretenden Schulleiter Andreas Grimm nach Donaueschingen eingeladen worden.Zuerst sorgte der überzeugende Schweizer in der Aula mit kleinen Anekdoten für eine lockere Stimmung und betrieb ganz nebenbei den für das Lernen wichtigen Stressabbau. Am Beispiel der letzten zehn US-Präsidenten demonstrierte Staub die Funktionsweise seines Gedächtnistrainings. Die Präsidentennamen wurden auf einer imaginären Landkarte gedanklich verzeichnet. In diesem Fall markierten Orte in der Aula jeweils einen Namen. Die Schreibtafel auf dem Eisengestell: Eisenhower, ein Filzstift in der Hand eines bayerischen Schülers: „Kenn-i-Di?“, also Kennedy, die große Lautsprecherbox spielt den Beatles-Song von John Lennon, daneben steht sein Sohn, also Johnson, über dem grünen Notausgangsschild schwimmt eine Nixe, also Nixon, er nahm die Finger vom blauen Bild fort, also Ford, auf der Empore schnurrt eine männliche Katze, also Carter, die große Pflanze ist so groß wie ein Busch (George Bush), über der Treppe erklang ein Ton, stellvertretend für Bill Clinton. Die Augen geschlossen, die Finger auf die gekennzeichneten Orte gerichtet, konnte das Publikum in kürzester Zeit die Liste auswendig aufsagen. Ebenso alle Mitgliedsstaaten der EU und eine 20-stellige Zahl. Zwerge, Bäume und Autos halfen ebenfalls als Gedächtnisbrücken und die Schüler hatten sichtlich Spaß beim Erproben der neuen Techniken mit ihren Sitznachbarn. Zum Schluss seines Vortrages stellte er den Schülern die Tricks der „Vedischen Mathematik“ vor, wie man Zahlen sekundenschnell multipliziert und Potenzen ausrechnet. Gregor Staub betonte, dass das Gedächtnistraining keine Wunder vollbringe, aber dass man nach wenigen Trainingswochen mit seinem System signifikante Lernfortschritte an sich selbst erleben könne. Gestern Nachmittag erhielten auch die Lehrer der umgebenden Schulen einen Einblick in Staubs Lernstrategien und am Abend konnten sich Eltern, Schüler und weitere Gäste ebenfalls mit seinem Gedächtnistraining vertraut machen.
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